“Tumblr sees 900 posts per second”

Hoffentlich hat sich Marissa Mayer vorzeigen lassen, wie viele davon keinen expliziten Content darstellen. Die werden sich nicht monetarisieren lassen, außer sie gehen den YouPorn-Weg und werden zur Werbeplattform für die Pornoindustrie. Kann ja auch eine erfolgreiche Strategie sein.

Google Play Music All Access

Google betritt also die Spielfläche der Musikstreamings.

Sieben Jahre nach der Erfindung von Spotify. Erinnern wir uns an einige Felder, die Google vor vielen Jahren betreten hat und nun dominiert: Web und mobile Suche, Maps, Browser, Smartphone Betriebssystem Android, Videostreaming, Mail und vor allem: Werbung.

Google hatte immer die Kraft, Altes vollständig zu zerstören oder zu ersetzen, Märkte nach kurzen Zeiträumen zu dominieren und die Spielregeln schnell selbst zu bestimmen.

Mit Google als echter Player beim Musikstreaming wird es zum nächsten Schub der digitalen Musikevolution kommen. Ein wenig wie Napster, nur mit millionenfacher Kraft. 900 Millionen Android-Geräte wurden bis zum heutigen Tag aktiviert. In wenigen Wochen wird Google verkünden, dass eine Milliarde Android-Geräte aktiviert sind. Hier liegt das Potential für Google Play Music All Access. Eines der meist genutzten Features auf Smartphones und Tablets ist das Hören von Musik.

Spannend werden auch die Nebeneffekte: Amazon, Apple und Microsoft werden in den nächsten Monaten und Jahren nachlegen. Der Kampf verlagert sich dann auf die Preis- und Funktionsebene. Das Hören von Musik wird perspektivisch kostenlos sein. Der Preis wird gegen 0 tendieren und über die Verkäufe von Smartphones, Tablets, Spielekonsolen - den Geräten auf denen die Betriebssysteme der großen Vier (Apple, Amazon, Google, Microsoft) laufen - finanziert werden.

Kleinere Player, wie Pandora, Spotify, rdio oder Deezer, haben dann global keine Kraft, um mithalten zu können. Einzig Spotify könnte hier eine Ausnahme bilden, weil die Macher aus Schweden versuchen, ein eigenes Ökosystem aufzubauen.

Für die Musikindustrie brechen goldene Zeiten an. Für Systeme, Plattformen und Anbieter, die auf die Verbreitung von Musik ausgelegt sind, haben sich heute wieder die Spielregeln radikal geändert. Spüren werden wir das erst in einigen Monaten, vielleicht zwei oder drei Jahren. Aber es wird dieser Tag sein, an den diese Branchen zurückdenken werden. Wie so viele Märkte, in die Google einfach so und mit scheinbarer Leichtigkeit in den letzten Jahren einen Fuß setzte und das Spiel einfach anders spielte. 

Gläserne Drucker

Es flippen jetzt wieder Leute aus, weil man mit Google Glass heimlich Videos drehen kann. Anfang der 00er Jahre gab es im Fernsehen überall Beiträge in denen Menschen heimlich mit der Handykamera gefilmt und fotografiert wurden. Dann ging der Reporter zu ihnen und hat die “Opfer” gefragt, ob sie das denn nicht gemerkt hätten. (YouPorn hat daraus ein Geschäftsmodell entwickelt).

Die andere Geschichte: Mit einem 3D-Drucker lassen sich Waffen ausdrucken. Ich vermute, dass bald jemand auf die Idee kommen wird, 3D-Drucker nur gegen Vorlage eines Waffenscheins auszuliefern. Das wäre nicht so doof. Ungefähr jede Industrie, die von Dingen aus Plastik lebt, sollte ein Anliegen daran haben, die Verbreitung von 3D-Druckern zu unterbinden.

Die Zukunft von Facebook - Pt. 2
An dieser Stelle ein kurzes Update. Vor einigen Tagen habe ich beschrieben, wie ich den sanften Abstieg von Facebook als Plattform für das Verteilen und Folgen von Inhalten kommen sehe:

Deshalb beschränkt sich die Nutzung vieler Facebook-Nutzer immer mehr auf den Messenger. Wir werden das zeitnah in Zahlen sehen. Die eigentliche Facebook-Oberfläche ist nur noch so lange relevant, bis sich die einzelnen Funktionen in besserer, weil schnellerer und relevanterer Form auf dem Smartphone wiederfinden.

Oben zwei aktuelle Screenshots, die meine These unterstützen. Die Messenger App ist vor der eigentlichen Facebook-App in den App-Store Downloadcharts.
Der andere Artikel ist im Original und vollständig hier zu finden. Die Zukunft von Facebook - Pt. 2
An dieser Stelle ein kurzes Update. Vor einigen Tagen habe ich beschrieben, wie ich den sanften Abstieg von Facebook als Plattform für das Verteilen und Folgen von Inhalten kommen sehe:

Deshalb beschränkt sich die Nutzung vieler Facebook-Nutzer immer mehr auf den Messenger. Wir werden das zeitnah in Zahlen sehen. Die eigentliche Facebook-Oberfläche ist nur noch so lange relevant, bis sich die einzelnen Funktionen in besserer, weil schnellerer und relevanterer Form auf dem Smartphone wiederfinden.

Oben zwei aktuelle Screenshots, die meine These unterstützen. Die Messenger App ist vor der eigentlichen Facebook-App in den App-Store Downloadcharts.
Der andere Artikel ist im Original und vollständig hier zu finden.

Die Zukunft von Facebook - Pt. 2

An dieser Stelle ein kurzes Update. Vor einigen Tagen habe ich beschrieben, wie ich den sanften Abstieg von Facebook als Plattform für das Verteilen und Folgen von Inhalten kommen sehe:

Deshalb beschränkt sich die Nutzung vieler Facebook-Nutzer immer mehr auf den Messenger. Wir werden das zeitnah in Zahlen sehen. Die eigentliche Facebook-Oberfläche ist nur noch so lange relevant, bis sich die einzelnen Funktionen in besserer, weil schnellerer und relevanterer Form auf dem Smartphone wiederfinden.

Oben zwei aktuelle Screenshots, die meine These unterstützen. Die Messenger App ist vor der eigentlichen Facebook-App in den App-Store Downloadcharts.

Der andere Artikel ist im Original und vollständig hier zu finden.

Smart Watch von Apple

So richtig konnte ich bisher nicht an eine Uhr von Apple glauben. Jetzt kam mir eine Gedanke.

Was wenn die Uhr kein separates Gerät ist sondern kostenlos beim iPhone mitgeliefert wird? Als Accessoire. Wie die Kopfhörer für die Ohren, eine Steuer- und Displayeinheit für die Augen am Arm.

DAS kann ich mir sehr gut vorstellen.

Have you heard about “Smart Watch”? This creepy little Samsung Galaxy S4 Feature that stops a video when your eyes don’t look at the screen?

Dear android fans. I wish you a lot of fun watching every single second of an advertisement that is shown before your actual video starts. Great job Samsung! Maybe they’ve been paid by the marketing industry.

Yeah, well you can turn it off. What is basically what you will end up with. So why build it anyway?

Die Zukunft von Facebook

Ich sehe Facebook in nächster Zeit nicht verschwinden, zumindest nicht als Kommunikationsplattform. Als Anlaufstelle für einen sogenannten Newsstream sehe ich für Facebook keine allzu große Zukunft.

Das eine, große Problem, das Facebook gelöst hat, ist folgendes: Finde mich über meinen echten Namen. Früher musste ich mir eine komplizierte Adresse merken, dann eine komplizierte Telefonnummer, dann eine genauso komplizierte E-Mail.Adresse und eine komplizierte Handynummer.

Mit Facebook reichen eigentlich Vorname und ein Anknüpfungspunkt im Freundeskreis (“Das muss der richtige Thomas  sein, der hat vier gemeinsame Freunde. Ich will den küssen!!!”).

Deshalb beschränkt sich die Nutzung vieler Facebook-Nutzer immer mehr auf den Messenger. Wir werden das zeitnah in Zahlen sehen. Die eigentliche Facebook-Oberfläche ist nur noch so lange relevant, bis sich die einzelnen Funktionen in besserer, weil schnellerer und relevanterer Form auf dem Smartphone wiederfinden.

Was ich damit meine, lässt sich am leichtesten an zwei Bereichen beschreiben: Video und Musik. In beiden Bereichen ist Facebook bisher nicht in den Köpfen der Nutzer verankert. Und beide sind hochrelevant für die nachwachsende Zielgruppe.

Die Musikstreaming-Plattform Spotify ist weitaus kleiner und jünger, und jetzt schon eine bessere Plattform für das Entdecken und vor allem Hören deiner Lieblingsmusik. Mit dem kommenden Follower-Prinzip folge ich Freunden, Künstler, Bands und Brands, die meinen Geschmack teilen. Ich muss mir also nicht die ganzen Musikempfehlungen von Freunden und Seiten anschauen, die für mich in Sachen Musik keine Rolle spielen.

Beispiel: Susi postet immer total tolle Restauranttipps für Hamburg und tolle Fotos auf denen sie süß in die Kamera guckt, hat aber einen beschissenen Musikgeschmack. Leider teilt sie auch den genauso häufig mit. Facebook lässt mich da leider nicht differenzieren.

Beim Thema Video fällt einem eigentlich derzeit nur eine Plattform ein: YouTube (in anderen Märkten zusätzlich Netflix, Amazon und Hulu). Bei YouTube abonniere ich mir einfach Channel, die mir gefallen. Vielleicht kommt die Contentindustrie irgendwann darauf, wie das richtig umgesetzt gehört. Die Channels müssen sich endlich hochgradig ausdifferenzieren, damit ich nicht weiterhin mit unendlich viel Müll zugeschüttet werde.

Bei Apps und hier vor allem bei Spielen haben wir schon erlebt was ich voraussage: Die Leute lieben Apps. Sie nutzen sie nur nicht auf Facebook, obwohl Facebook Apps mal DAS RIESENDING waren. Bei den Spielen ist es ganz dramatisch. Smartphone-Besitzer zocken sich die Finger wund. Nur nicht auf Facebook. Thank god, Farmville-Notifications will end forever.

Hier ist der Trend absolut eindeutig erkennbar und das wird alle anderen Bereiche von Facebook ebenfalls erfassen. Erinnert ihr euch noch an die Zeit, als ihr ständig aufgefordert wurdet, irgendwelche Spiele zu spielen? It’s over. Done. Forever. Jetzt wirbt Facebook nur noch für Spiele auf anderen Plattformen, iOS und Android.

In meinem Kopf läuft Facebook darauf hinaus, die Menschen mit ihrem Namen eindeutig zu verbinden und sie überall wieder zu finden. Vor allem für kommunikative Zwecke. Denn Empfehlungen meiner Freunde helfen mir in den seltensten Fällen, da der Geschmack doch sehr unterschiedlich ist.

Das heißt, ich abonniere mir auf verschiedenen Plattformen die Verteiler, die für mich die höchste Relevanz haben. Den Facebook-News-Stream benötige ich dann nicht mehr.

Was machen wir also mit Meldungen wie “Suche Wohnung in Hamburg zum 1. Mai”? Ein beliebtes Tool auf Facebook.

Viel spannender wäre es doch, wenn ich mir für diesen Fall eine Wohnungsmarktplattform suche und diese Frage dort stelle. Dann erreiche ich direkt die Leute, die auch eine Wohnung anbieten. Für den Rest gibt es eine Gruppennachricht im Messenger, an echte, nahe Freunde und Bekannte.

Zusammengefasst: Was wir bisher bei Content erleben, werden wir auch bei den Plattformen erleben. Ein Zuwachs an Relevanz bei der Auswahl welche Plattform ich nutze. Dort kann ich dann genau den Menschen und Marken folgen, die für mich hochrelevant sind. Dann habe ich immer noch so viel Content, für den die Laufzeit meines Lebens nicht ausreicht.

Allerdings spielt Facebook in diesem Modell eine gänzlich andere Rolle. Warum spreche ich nicht über Twitter? Ich bin mir noch nicht ganz sicher, welchen Weg Twitter gehen wird. Ich vermute Twitter wird am ehesten mit dem Fernsehen verschmelzen, aber nicht so sehr in einem sinnvollen Weg, der nachhaltig ist. 

Wir sehen diese Entwicklung bei der ganz jungen Zielgruppe: Tumblr ist Facebook für die Twitter-Generation. Ich meine damit, dass ich nicht meinen Freunden folge, sondern Personen und Marken, die Relevantes für mich posten. Twitter liefert aber keine visuelle Ebene, die für uns entscheidend ist. Ähnlich funktioniert Pinterest. Tumblr und Pinterest wachsen vor allem bei jungen Zielgruppen und verdrängen ganz, ganz, ganz, ganz, ganz langsam den Facebook-Feed.

Leider hat das alles auch einen großen Nachteil für uns Nutzer. In der Übergangsphase wird Facebook zu aggressiven Mitteln greifen, um aus uns noch die letzten Euro zu pressen, die sich mit Werbung verdienen lassen. Erst dann werden sie - nach mehrmaligem Wechsel an der Konzernspitze - Geld für das einzige Produkt verlangen, das sich zu Geld machen lässt: Den Zugang zur weltweiten Verknüpfung aller Menschen dieses Planeten untereinander. Sozusagen der sozialen Kartographie der digitalen Welt. So wie Google für den Zugriff auf Maps von Drittanbietern ordentlich Geld verlangt.

Diese Veränderung ist in der Kürze nicht ganz zu erschließen. Es gehören noch ein paar Nebentrends, die ich da im Kopf mit einrechne, dazu. Ich spekuliere, dass folgendes passieren wird:

- Content bewegt sich massiv und stark Richtung Video - weg von Text und Standbild
- Innerhalb dieses Video-Segments wird LIVE-Video eine sehr relevante Größe (was wir hier in Deutschland nicht so merken, da YouTube hier ein kastriertes Häschen und kein brüllender Löwe ist)
- der Desktop-PC als Anlaufstelle verschwindet erst aus dem Privat-, später aus dem Businessbereich und wird vollständig durch Smartphones und Tablets ersetzt
- Push-Notifications werden das neue “Sie haben Post”
- eine neue Generation an CEOs wird die Content-Industrie dominieren, CEOs, die mit Napster, Pirate Bay, Kino.to und Megaupload sozialisiert wurden und wissen, dass es nur einen Weg zum Überleben gibt: raus mit dem Content, überallhin sofort und so einfach zugänglich wie möglich
- immer schnellere Handynetze, immer bessere Akkulaufzeiten, günstigere Flatrates

PS: Wenn ich über Zukunft rede, spreche ich von den Veränderungen zwischen 2017 und 2023. Das ist nicht mehr lange hin, fünf bis zehn Jahre. Das iPhone wurde in diesem Jahr sechs Jahre alt.

PPS: Ich habe diese Szenerien schon 2x ähnlich aufgeschrieben:

- iWorld - das Apple-Facebook (27. November 2011)
Wie das iPhone Facebook obsolet macht (12. Juni 2012)

parislemon:

Ellis Hamburger of The Verge reporting on MakerBot founder Bre Pettis presenting at SXSW:

“The MakerBot Digitizer is an innovative new way to take a physical object, scan it, and create a digital file — without any design, CAD software or 3D modeling experience at all — and then print the item again and again on a MakerBot Replicator 2 or 2X Desktop 3D Printer,” Pettis said. The Digitizer is capable of scanning objects up to 8 inches by 8 inches in less than three minutes. As the Digitizer scans your object, it spins in a circle on top of a platform. “This is kind of like what happened when Flynn (in Tron) gets digitized into the game grid,” Pettis said. “This takes us from being a 3D printer company into being a company that’s building out a 3D ecosystem.”

I am extremely bullish on MakerBot and the 3D printing space in general. It just seems so obvious that this is the way we’re going to create a lot of things in the not-too-distant future. 

:-)

A device from the past


There’s no sense anymore. Just tried to update my maps. No chance, something failed and I have no clue why.

Going to use my iPhone in the car now.

Schon lange wollte ich nichts mehr so sehr wie dieses Google Glass. Eigentlich war seit dem iPhone nicht mehr das Gefühl, dass da etwas kommt, das so viel so grundlegend verändern wird.

Mit dem Teil werde ich erstmals selbst ein Auto reparieren können, ich kann einem Arzt zeigen, was mit der Person ist, die vor mir liegt und ich hab beide Hände frei. Ich kann wieder nach vorn schauen, wenn ich durch eine unbekannte Stadt navigiere und brauche nicht mehr mein Handy.

Das Teil wird irgendwann Gebäude und Gegenstände vor mir erkennen und mir genau sagen, was es damit auf sich hat und wie ich es benutzen muss. Also zum Beispiel das Zusammenschrauben von einem Ikea Schrank. Und ich kann persönliche Profile von euch anlegen, und immer wenn euer Gesicht in mein Blickfeld kommt, zeigt es mir an, was ich euch unbedingt erzählen wollte.

Brrrrr. Gänsehaut. Das wird so gut. Ende 2013.